Antrag der SPD-Stadtratsfraktion auf Kostenübernahme bei museumspädagogischen Angeboten

Betreff
Antrag der SPD-Stadtratsfraktion auf Kostenübernahme bei museumspädagogischen Angeboten
Vorlage
FB 4/024/2020
Art
Beschlussvorlage

Beschlussvorschlag:

 

Ab dem Schuljahr 2020/21 erhalten alle Vorschulgruppen der in Lauf ansässigen

Kindergärten, einschl. der freien Träger und jede der Grundschulklassen (eins bis vier) der

Laufer Schulen die Gelegenheit, das Industriemuseum Lauf einmal pro Schuljahr kostenlos

zu besuchen und dabei das Angebot der Museumspädagogik kostenfrei in Anspruch zu

nehmen.

 

Dem Industriemuseum werden dafür für die notwendigen Auslagen zur

Vergütung an die freien Mitarbeiter*innen und die notwendigen Materialkosten pauschal

mit 75 €, ungeachtet der Gruppengröße, aus Mitteln der „früheren Kulturstiftung“ und dem Laufer Kinderfonds erstattet.

 

 

Mit Antrag vom 13.08.2020 möchte die SPD-Fraktion einen kostenfreien Zugang zum museumspädagogischen Angebot im Industriemuseum Lauf ermöglichen. Die Kostenübernahme soll dabei für alle Vorschulgruppen der Laufer Kindergärten und der Grundschulklassen von Laufer Grundschulen erfolgen.

 

Die SPD-Fraktion sieht in dieser Zusammenarbeit eine attraktive Ergänzung zum täglichen

Unterricht und dem Lehrplan des laufenden Schuljahres. Der Antrag ist als Anlage beigefügt.

Die Verwaltung begrüßt die Zusammenarbeit zwischen Schulen, Kindertagesstätten und Museum. Gemeinsam mit dem Archiv und der Bibliothek bilden die städtischen Bildungseinrichtungen ein besonderes Angebot zur Vermittlung der Themen an die Kinder und Jugendlichen. Dieser gemeinschaftliche Bildungsauftrag soll langfristig noch ausgebaut werden und sämtliche Fächer und Themen unterstützen. Damit erreicht man eine intensive anschauliche und erlebnisreiche Vermittlung des Lehrplans.

 

Die Auswertung der Zahlen für die Jahre 2015-2020 hat gezeigt, dass die Laufer Einrichtungen (KiTas/Grundschulen) das Museum mit ihren Gruppen/Klassen zwar besuchen, eine höhere Frequenz aber wünschenswert wäre. Im Ergebnis zählte das Museum zwischen 30-40 Gruppen pro Jahr. Der auswärtige Anteil ist dabei nicht mitgerechnet. Schwankungen zwischen den Jahren sind thematisch bedingt nachvollziehbar.

 

Die pauschal als Vergütung veranschlagten 75 € sind nach Rücksprache mit dem Museum kostendeckend und setzen sich für jede Führung aus Ausgaben für die Honorarkraft, Materialkosten und Gebäudeaufwendungen, zum Beispiel Reinigung, zusammen. Bisher waren die Führungen über die Klassenkassen bzw. die Eltern finanziert. Bei 60 Gruppen würden die Auslagen 4.500 Euro betragen. Die Finanzierung wäre über die Kulturstiftung und den Kinderfonds inhaltlich und auch in der Höhe möglich. Es wird vorgeschlagen die Kosten 50:50 zwischen den beiden Fördertöpfen aufzuteilen. Die Kostenaufteilung soll in den Beschlussvorschlag aufgenommen werden.

 

Die Verwaltung schlägt weiterhin vor, dass Angebot auf zwei Jahre zu befristen und den Beschlussvorschlag auch dahingehend zu ergänzen. Nach den Erfahrungen dieser zwei Jahre kann über die weitere Finanzierung und Fortführung neu entschieden werden.